6 Fragen, die ihr euch als Betreiber einer Unternehmenswebsite stellen solltet

Über eure Website, in die ihr vermutlich viel Zeit, Nerven und Geld investiert habt, kommt einfach kein Traffic, d.h. es kommen keine Websitebesucher? Dann solltet ihr euch vielleicht eine (oder mehrere) der folgenden Fragen stellen.

Frage 1: Was hat der Websitebesucher von eurem Angebot?

Früher war es gang und gäbe, dass sich die Unternehmenswebsite nur um das Unternehmen dreht. Das kommt daher, dass man in den Anfängen des Internets als Unternehmen, einfach seine Imagebroschüren online gestellt hat und nicht auf den potenziellen Kunden eingegangen ist. Heutzutage gilt das bestimmt bei 80% der Webseiten noch als Standard – und hier liegt der Fehler. Denn das reicht euren möglichen Kunden heute nicht mehr aus.

Der Website-User von heute ist ein Egoist. Er möchte sofort wissen, was für Ihn dabei herausspringt. Gute Unternehmenswebseiten signalisieren dem Kunden heute kompakt auf der Startseite: „Wir bieten dir GENAU das, wonach du gesucht hast.“

Wenn eure Startseite folgende Aspekte beinhaltet, solltet ihr diese schleunigst überarbeiten:

  • Ihr freut euch, dass der User gerade auf Ihrer Website gelandet ist und begrüßt diesen z.B. mit „Schön, dass du da bist!“
  • Ihr heißt eure Websitebesucher „Herzlich willkommen“
  • Ihr berichtet von den neuesten News wie von aktuellen Projekten und Meilensteinen aus eurem Unternehmensalltag

Generell solltet ihr vielmehr darauf achten, dass ihr eurer Zielgruppe vermittelt, was diese mit euren Angeboten erreichen können. Das Angebot und die Produkte an sich sind den Websitebesuchern nicht so wichtig. Viel wichtiger ist euren Besuchern, was diese mit eurem Angebot persönlich erzielen können. Also schreibt genau das auf eure Startseite.

Frage 2: Wie kommen die User auf eure Webseite?

Wisst ihr, ob eure Webseitenbesucher zum Beispiel über die Sucherergebnisse von Google oder von Bing auf eure Webseite gekommen sind? Oder doch über eine geschaltete Anzeige? Es ist auch wichtig zu wissen, ob diese mit dem Handy surfen oder ob die Nutzer am Computer sitzen. Außerdem solltet ihr euch das Verhalten der Besucher auf eure Webseite auch genauer anschauen. Ist der User lange auf eurer Webseite oder surft er direkt weiter?

All das sind aber wichtige Informationen, die ihr euch zu Nutze machen solltet, wenn eure Website Kunden anziehen soll.

  • Wenn ihr feststellt, dass die User, die über Facebook, Instagram etc. auf eure Seite kommen, zehnmal häufiger Kunden werden, als die, die über andere Kanäle auf eure Website gelangen, dann wisst ihr, dass ihr mehr Wert in eure Social-Media-Kanäle legen solltet.
  • Wenn ihr wisst, dass 90 Prozent der Nutzer eure Seite per Smartphone anschaut, dann darf diese nicht mit kleinen Links gespickt sein, die man mit dem Daumen kaum treffen kann.
  • Wenn ihr wisst, dass eure Websitebesucher nach 10 Sekunden wieder abspringt, dann ist klar: Eure Seite ist nicht überzeugend genug – oder ihr habt die falschen Menschen auf eure Seite gelockt.

Damit ihr euch zielsicher verbessern könnt, solltet ihr wissen wer wie auf Ihre Webseite kommt. Ansonsten tappt ihr im Dunkeln.

Frage 3: Was ist das Ziel eurer Webseite?

Wenn ihr auf diese Fragen mit „Bekanntheit“, „Sichtbarkeit“ oder „Markenbildung“ antwortet, dann kommt ihr nicht weiter. Ihr braucht für eure Webseite ein klares Ziel, keine schwammigen Schlagworte.

Das wichtigste Ziel einer Unternehmenswebsite ist in den meisten Fällen „mehr Kunden“. Man muss wissen, dass dieses Ziel jedoch aus zwei Teilzielen besteht. Das Ziel „Mehr Kunden“ erreicht man nur, wenn man folgende Punkte beachtet:

  • Man sollte mehr Website-Besucher auf die Seite ziehen
  • oder eine höhere Conversion Rate erzielen (Conversion Rate = der Anteil der Website-Besucher, die zu Kunden werden bzw. den nächsten Schritt gehen).

Im Optimalfall setzt man am besten natürlich beides um. Standardmäßig werden Websitebesucher nicht sofort zu Kunden. Ihr braucht einen Zwischenschritt, ein Angebot mit kleiner Hürde, ein „Probier-Häppchen“ oder ähnliches. Ihr müsst euch also überlegen, was eurer „Probier-Häppchen“ sein könnte – der kleine Schritt, den euer Website-Besucher gehen soll. Soll er anrufen? Euch eine E-Mail schreiben? Euer Probierangebot kaufen?

Frage 4: Was soll euer Websitebesucher jetzt tun?

Websitebesucher sind es heutzutage gewohnt im Internet geleitet zu werden. Macht es hier dem Nutzer nicht unnötig schwer und nehmt ihn an die Hand. Gebt den Nutzern einen Hinweis, was er jetzt tun soll. Nicht aber zehn verschiedene oder gar versteckte Optionen. Dadurch würdet ihr es viel zu kompliziert machen, den nächsten Schritt zu gehen. Also versteckt zum Beispiel die Telefonnummer nicht im Impressum, sondern legt diese auf eine Art Präsentierteller vor dem User.

Was lernen wir daraus? Jede Website braucht einen attraktiven „Call-To-Action“, also einen „Handlungsaufruf“. Sagt eurem Website-Besucher jetzt

  1. was er als Nächstes tun soll und
  2. welchen Nutzen er davon hat.

Punkt 2 ist dabei ebenso relevant wie Punkt 1. Denn: Wir können von niemandem verlangen, etwas zu tun, wenn wir ihm nicht genau sagen, aus welchem Grund er zum Beispiel anrufen soll.

Frage 5: Wer seid ihr und was macht euch eigentlich so besonders?

Wenn man im Internet unterwegs ist, möchte man innerhalb von wenigen Sekunden alle Informationen angezeigt bekommen, nach denen man gesucht hat. Eine der Faustregeln für gute Websitetexte ist daher: Eure Internetseite ist kein Raterätsel! Euer potenzieller Kunde will nicht lange nach Hinweisen suchen, die ihm sagen, was ihr ihm zu bieten habt und ob er bei euch an der richtigen Adresse ist. Es ist euer Job, ihm diese Information auf dem Silbertablett zu servieren und den Websitebesucher so schnell zu überzeugen.

Geht mal auf eure eigene Unternehmenswebseite und versucht unvoreingenommen selbst herauszufinden, ob folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Was ist der Kundennutzen, den speziell das Unternehmen bietet?
  • Was unterscheidet das Unternehmen von anderen?

Wenn ihr merkt, dass eure Websitebesucher die Fragen nicht innerhalb von Sekunden beantworten können, muss sich klarmachen, was das bedeutet: Ein Unternehmen mit so einem Websitetext verlangt von seinen Website-Usern, dass sie ohne einen triftigen Grund zum Kunden werden sollen.

Frage 6: Gebt ihr dem Websitebesucher Gründe, um euch zu vertrauen?

In jeder Geschäftsbeziehung ist die Grundlage das Vertrauen zwischen Unternehme und Zielgruppe. Euer Internetauftritt braucht daher Elemente, die das Vertrauen in euch stärken und damit den potenziellen Kunden überzeugen. 

Unteranderem sind das zum Beispiel:

  • Nichts ist so überzeugend wie Bestandskunden, die genau sagen, wie man von einem Angebot profitieren kann. Präsentiert den potentiellen Kunden die positiven Kundenstimmen und Testimonials.
  • Alles was zeigt, dass auch andere die Qualität eurer Arbeit schätzen wie z.B. Zertifikate, Auszeichnungen, Erfahrung, Gütesiegel
  • Garantien zeugen immer von Vertrauen – die herauszustellen macht natürlich nur dann Sinn, wenn diese über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen.
  • Großzügige Rückgabemöglichkeiten.
  • Gratis-Proben – vor allem sinnvoll bei Produkten, deren Güte man nur schwer beurteilen kann.